Ori-Sport - was ist das?

Veröffentlicht: Montag, 16. Februar 2015

Was ist eine Orientierungsfahrt? 

Bei einer Orientierungsfahrt handelt es sich um eine motorsporttouristische Veranstaltung, für die keinerlei Lizenzen erforderlich sind. Das Fahrzeug, welches mit Fahrer und Beifahrer besetzt sein muß, ist zum Straßenverkehr zugelassen (keine rote Nummer) sein und in allen Punkten der StZVO entsprechen.

Überrollbügel, Hosenträgergurte, Sportfahrwerk, Spezialreifen für verschiedene Straßenzustände, sind bei Orientierungsfahrten nicht notwendig. Jeder kann ganz preiswert mit einem Auto von der Stange zur Teilnahme schreiten und trotzdem seinen Spaß haben. Orientierungsfahrer sind ein nettes Volk, wo man sofort per Du ist.

Vor dem Start werden die Papiere des Fahrers (Führerschein, Kfz.-Schein und Versicherungsnachweis) bei der Dokumentenabnahme überprüft. Das genannte Fahrzeug wird einer technischen Abnahme unterzogen, bei der u.a. die Reifenprofiltiefe, Beleuchtungseinrichtungen, TÜV- sowie AU-Plakette in Augenschein genommen werden. Man sollte also mit einem verkehrstüchtigen Auto an den Start gehen.

Während der Fahrer sein Auto in Schuß hält, in dem ein Tageskilometerzähler am Tachometer gute Dienste leisten kann, sollte der Beifahrer sein "kleines" Büro dabei haben. Es empfehlen sich neben einer festen Unterlage (Korkplatte o.ä.) weiterhin Markiernadeln zum Fixieren der Aufgaben auf der Karte, bunte Filzschreiber, Kugelschreiber, Druckbleistift mit Ersatzminen und Radiergummi, sowie ein Lineal

Vor dem Start sollte man sich die ADAC Grundausschreibung und die eventuell vom Veranstalter zusätzlich erlassenen Ausführungsbestimmungen genau durchlesen, um bei der späteren Lösung der Aufgaben möglichst wenige Fehler zu machen.

Ist diese Hürde genommen, geht es auf die Strecke. Alle Teilnehmer werden ab einer vergegebenen Uhrzeit im Abstand von jeweils einer Minute auf die maximal 75 Kilometer lange Strecke geschickt. Am Start erhält man zur Startzeit die Fahrtaufgaben. Zur Bewältigung der Fahrtaufgaben stehen nun 3 Stunden Zeit zur Verfügung. Ferner wird in der Regel eine Karenz in Höhe einer weiteren Stunde gewährt, die man "vertrödeln" kann, allerdings wird die in Anspruch genommene Karenzzeit bei Punktgleichheit mit zur Ermittlung der Sieger herangezogen.

Die Fahrtaufgaben können z.B. sogenannte Skizzen sein, die, auf Transparentpapier gedruckt, mit Hilfe der Anlegehilfen (Ortsnamen oder andere Karteneindrucke) in Übereinstimmung gebracht werden müssen. Ist die Übereinstimmung erzielt, kann man die zu fahrende Fahrtstrecke ersehen. Jetzt liegt es am Beifahrer, dem Fahrer genau zu sagen, wohin er zu fahren hat.

Der Veranstalter kontrolliert die richtige Lösung der Fahrtaufgaben und Einhaltung der Fahrtstrecke mittels Kontrollen, die auf einer vor dem Start ausgegebenen Bordkarte vom Teilnehmer vermerkt werden müssen. Dabei wird zwischen Orientierungskontrollen (Schilder mit Zahlen auf weißen Grund, die der Teilnehmer selber handschriftlich in der Bordkarte eintragen muß) und Stempelkontrollen (die Bordkarte muß zur Stempelung abgegeben werden) unterschieden.

Während der gesamten Veranstaltung muß man auf kleine Feinheiten in der Streckenführung achten, denn es kann auch mal 10 Meter von der Straße weg über einen Bauernhof oder Parkplatz gehen.

Auch gilt während der gesamten Veranstaltung das Einbahnstraßenprinzip, d.h. alle Straßen, die einmal in einer Richtung befahren wurden, dürfen fortan nicht mehr entgegengesetzt benutzt werden. Auch bei Kreuzungen muß man aufpassen, denn eine einmal befahrene Straße über eine Kreuzung darf künftig nicht mehr geradeaus überquert werden, d.h. es darf nur noch eingebogen werden. In diesen Fällen muß der Beifahrer eine andere Streckenführung wählen, um die Fahrtaufgabe lösen zu können und keinen Fehler zu machen.

Weitere Informationen? Schaut mal auf die Internet-Seite des AC Bramsche mit vielen weiteren nützlichen Details, unter anderem einem Ori-Lexikon: www.orisport.de

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